Ferrari erkämpfte erneut Platz zwei

 

Beim neunten Lauf der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, dem DMV 250- Meilen-Rennen, ging racing one nur mit den Ferrari 458 in der Klasse SP8 an den Start. Der Tracoe-BMW M235i Racing Cup wurde bereits vor der Veranstal- tung zurückgezogen. „Bereits beim letzten VLN-Rennen hatten wir bei dem BMW mit einem massiven Leistungsverlust zu kämpfen. Wir haben dann in den zwei Wochen bis zum nächsten Rennen viel an dem Auto gearbeitet. Wir haben in Kooperation mit BMW zahlreiche Stunden auf dem Prüfstand verbracht, ohne dass wir das Software-Problem gefunden haben. Nachdem auch auf dem Nürburgring keine Besserung in Sicht war, hat sich das Team entschlossen, den BMW nicht an den Start zu bringen“, erklärte Martin Kohlhaas, Teamchef von racing one, die Situation.

Der Ferrari 458 mit der Stammbesatzung Mike Jäger, Stephan Köhler und Christian Kohlhaas zeigte erneut eine starke Vorstellung, auch wenn nicht alles klappte. Am Ende belegte das Trio im Gesamtklassement Rang 32 und Platz zwei in der Klasse Sp8.

Das morgendliche Training ging bei typischem Eifelwetter – Regen und kühle Temperaturen – über die Bühne. Das Ferrari-Trio absolvierte seine Pflichtrun- den und schaffte es aber auch, zur richtigen Zeit eine schnelle Runde hinzule- gen. Das bedeutete die Pole-Position in der Klasse. Bis zum Start zur Mittags- zeit hatte der Regen aufgehört. Da die Piste allerdings noch stellenweise nass war, gingen fast alle Fahrzeuge mit Regenreifen an den Start.

Jäger / Köhler / Kohlhaas übernahmen sofort die Spitzenposition in der Klasse und arbeiteten sich auch in der Gesamtwertung nach vorn. Teamchef Kohlhaas: „Der Start war gut, alles lief optimal.“ Doch beim frühen Boxenstopp zum Wechsel auf Slicks wurde ein defekter Stoßdämpfer diagnostiziert. Die Repara- tur dauerte nur knapp acht Minuten. Damit lag der Ferrari jedoch dann auf dem letzten Platz in der Klasse und auch in der Gesamtwertung ganz hinten.

Danach startete das Trio eine fulminante Aufholjagd. Christian Kohlhaas. „Wir sind voll auf Angriff gefahren, denn wir hatten nichts mehr zu verlieren.“ Zur Rennhalbzeit belegte das Team bereits wieder Rang vier in der Klasse. Bis zur Zieldurchfahrt schafften Jäger / Köhler / Kohlhaas sogar den Sprung auf Platz zwei und Rang 32 im Gesamtklassement. Teamchef Kohlhaas: „Das war eine starke Vorstellung. Ohne den Reparaturstopp wäre heute ein Topresultat möglich gewesen.“

Die Bilanz der Ferrari-Truppe in dieser Saison kann sich sehen lassen. Bisher gab es vier Klassensiege, vier zweite Plätze und nur einen einzigen Ausfall. „Die Ziel- setzung für das Saisonfinale ist ganz klar. Wir wollen noch einen weiteren Klassensieg und damit eine Top-10-Platzierung in der VLN-Abschlusstabelle“, so Teamchef Kohlhaas.