Glücksgefühle in Oschersleben

„Endlich ist in unserem Team der Knoten geplatzt. Bei der dritten Veranstaltung in Oschersleben wurden wir für unsere harte Arbeit belohnt. Wir haben für Audi die erste Pole und den ersten Sieg in der ADAC TCR Germany geholt“, freute sich Martin Kohlhaas, Teamchef von racing one, nach dem Abschluss der Läufe fünf und sechs in Oschersleben. Der Niederländer Niels Langeveld (Sassenheim) hatte den Audi RS3 LMS TCR zunächst auf den besten Startplatz gestellt und dann das zweite Rennen gewonnen.

racing one trat in der Magdeburger Börde mit drei Fahrzeugen an. Den zweiten Audi fuhr diesmal der Niederländer Floris Dullart, da sein Landsmann Maurits Sandberg (Gorinchem) verhindert war. Kohlhaas: „Wir haben vorher mit Floris getestet und waren von ihm angetan. Er hat ein gutes Debüt gezeigt und sich im Verlauf des Wochenendes immer weiter gesteigert.“ Den VW Golf GTI TCR fuhr wie gewohnt Kai Jordan (Wolfsburg). Bereits im freien Training deutete die Mannschaft aus Andernach ihre Formsteigerung an. Langeveld fuhr in der ersten Sitzung Bestzeit.

Im Zeittraining schaffte es das Team dann, die zuvor gezeigten Leistungen zu bestätigen. Langeveld stellte den Audi mit einer Zehntelsekunde Vorsprung vor dem Zweitplatzierten auf die Pole-Position. Jordan hatte im Qualifying ein kleines Problem und kam nur auf Startplatz 24. Dullart schlug sich in seinem ersten Zeittraining achtbar und landete auf Platz 32. „Endlich hat es im Training funktioniert, so ein Erfolgserlebnis tut gut“, so Kohlhaas.

Rennen eins verlief dann nicht ganz nach Wunsch. Langeveld verpatzte den Start, verlor einige Plätze und konnte schließlich Rang sechs ins Ziel retten. Kohlhaas: „Das war nicht optimal. Aber Langeveld hatte auch Probleme mit dem Auto. Für das zweite Rennen haben wir den Audi dann noch einmal umgebaut.“ Auch Jordan (Platz 29) und Dullart (Platz 30) waren nicht zufrieden.

Im zweiten Lauf gelang racing-one dann der langersehnte erste Saisonsieg. Langeveld ging bei schwierigen äußeren Bedingungen – teilweise war die Strecke noch feucht – von der neunten Position ins Rennen. Bereits beim Start gewann er einige Plätze. Die Führung übernahm er im Anschluss an den Restart nach der zweite Safety-Car-Phase. Bis ins Ziel baute der racing-one-Pilot den Vorsprung noch deutlich aus und fuhr zudem die schnellste Rennrunde. „Die Pole-Position war bereits ein erstes Statement. Man muss in Zukunft mit uns rechnen. Mein Fokus galt dem zweiten Rennen, denn das waren absolut meine Bedingungen. Ich komme aus Zandvoort, wo wir oft diese Art Wetter haben. Natürlich ist das eine gute Ausgangslage für mein Heimrennen, wo wir das nächste Mal antreten.“ Verbessert zeigte sich auch Jordan, der Platz 18 belegte, Dullart wurde 23.

Fazit von Teamchef Kohlhaas: „Endlich konnten wir unsere Stärke auch einmal im Rennen zeigen. Ich bin stolz auf das Team, das für Audi die erste Pole und den ersten Rennsieg geholt hat. Wir müssen jetzt konzentriert weiterarbeiten, dann ist in dieser Saison sicherlich noch einiges möglich.“