Team Racing One, Zandvoort, 21.-23. Juli 2017

Zweiter Saisonsieg für Niels Langeveld

 

„Wir haben wieder eine Topvorstellung gezeigt. Es gab für uns den zweiten Saisonsieg in der ADAC TCR Germany. Wenn beim ersten Rennen nicht solch ein Chaos passiert wäre, hätten wir sogar beide Läufe gewonnen. Aber auch so kann das Team über die gezeigten Leistungen stolz sein“, stellte Martin Kohlhaas, Teamchef von racing one, nach den Läufen sieben und acht in Zandvoort (Niederlande) zufrieden fest. Erneut hatte der Niederländer Niels Langeveld (Sassenheim) mit dem Audi RS3 LMS TCR das zweite Rennen gewonnen.

racing one trat an der niederländischen Nordseeküste erneut mit drei Fahrzeugen an. Den zweiten Audi fuhr wieder Niederländer Maurits Sandberg (Gorinchem). Im VW Golf GTI TCR war wie gewohnt Kai Jordan (Wolfsburg) unterwegs. Kohlhaas: „Wir konnten den Aufwärtstrend vom vorherigen Wochenende bestätigen. Alle drei Piloten haben in Zandvoort überzeugt.“

Langeveld fuhr in seiner Gruppe des Zeittrainings Bestzeit und qualifizierte sich für das Qualifyiing der besten Zwölf. Dort kam der Niederländer nur auf Rang neun, das bedeutete aber die Pole-Position für den zweiten Lauf. Jordan verpasste mit der siebtschnellsten Runde das finale Zeittraining nur sehr knapp. Sandberg fuhr auf Startplatz 34 für das erste Rennen. Kohlhaas: „Mit diesem Ergebnis konnten wir zufrieden sein.“

In Rennen eins herrschte dann das blanke Chaos. Jordan musste bereits vor dem Start passen, da eine Antriebswelle kollabierte. Nach einem Startunfall wurde der Lauf mit der Roten Flagge abgebrochen. Das Feld versammelte sich auf der Start-und-Zielgeraden, der Restart erfolgte dann hinter dem Safety-Car. Bei regnerischen Bedingungen war Langeveld dann nicht zu bremsen. Auf Slicks übernahm er bald die Führung und überquerte als Erster nach 30 Minuten die Ziellinie. Kohlhaas: „Das war richtig stark.“ Aber das Erfolgserlebnis hielt nicht lange. Da zahlreiche Fahrzeuge beim Zeigen des 3-Minuten-Schilds noch aufgebockt gestanden haben sollen, wurden 16 Teilnehmer zwei Stunden nach dem Rennen mit einer Zeitstrafe belegt. Dadurch wurde das Ergebnis auf links gedreht. Sieger Langeveld war plötzlich nur noch 13. Kohlhaas: „Die Entscheidungen waren nicht nachzuvollziehen und enttäuschend.“ Nutznießer der Situation war Sandberg, der als Elfter erstmals in die Punkte fuhr. Kohlhaas: „Für Maurits ein unerwartetes Ergebnis, über das wir uns gefreut haben.“

Im zweiten Lauf hatte Langeveld keine Schwierigkeiten, den besten Startplatz in den zweiten Saisonsieg für racing one umsetzen. Es war ein Start-Ziel-Erfolg. Langeveld: „Der Audi läuft perfekt, ich bin echt glücklich mit diesem Wagen. Ich konzentriere mich gar nicht auf die Meisterschaft, ich möchte einfach nur so gut wie möglich fahren und Punkte holen!“. Jordan belegte Rang 13 und Sandberg Platz 25.

 Fazit von Teamchef Kohlhaas: „Ein chaotische Rennwochenende. Wir haben gezeigt, dass wir problemlos in der Spitzengruppe mitfahren können. Leider wurde uns der Sieg im ersten Rennen wieder abgenommen. Aber damit müssen wir leben.“